Qian Kun Taijiquan

Der Begründer des Qian Kun Taijiquan Meister Teng Jian lernte seit seiner frühen Kindheit Wushu und wurde von einer in China für traditionelle Kampfkünste sehr angesehenen Familie in den Systemen Pi Gua, Fan Zi und Baji-Boxen ausgebildet, deren Ursprünge in die Anfangszeiten der chinesischen Kampfkünste zurückreichen. Prof. Teng hatte an der Beijing Sports University studiert und wurde anschließend mehrfach für wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet. Er ist seit den 90iger Jahren in Deutschland besonders im Raum Köln vielen Übenden durch seine Ausbildungen und Seminare für Qigong, Taijiquan und Wushu bekannt geworden. Nach einer langen Phase intensiver wissenschaftlicher Forschungsarbeit in China zum Thema traditionelle chinesische Bewegungskultur hatte Prof. Teng 2005 seine Promotionsschrift zum Thema „Taijiquan – eine neue Interpretation“ in deutscher Sprache vorgelegt. Zudem entwickelte er das System des Qian Kun Taijiquan („Der Weg der leichten Kraft“) mit einer eigenen Jin-Theorie sowie eigenen Bewegungsformen, die u.a. aus dem Fundus der o.g. traditionellen Kampfkunstsysteme entstanden sind.

 

Meister Teng Jian – Qian Kun Taijiquan

Meister Teng Jian – Qian Kun Taijiquan

Im Übungssystem von Meister Teng Jian besteht das „Das Spiel der 5 Tiere“ als sehr geeignete Übungsform des Qigong, um das Verständnis für die Bewegung von Qi durch den Körper zu entwickeln. Die Bewegungen von Affe, Schlange, Tiger, Bär und Kranich bilden eine geschlossene Form zur Übung und Kultivierung von Qi. Entlang der Bewegungen wird das Bewusstsein in klassischer Form geübt, um sich mit Qi zu verbinden und damit den „Grossen Kreislauf“ durch den Körper zu entwickeln. Gleichzeitig fördern diese Übungen das Gefühl für sanfte, innere Kraft und können somit als eigenständige Form und als Verbindung zu anderen Bewegungs- und Kampfkünsten genutzt werden, denn Daoyin als antikes Lebenspflegekonzept gilt als wichtiges inhaltliches Element der Schulen des Qigong, Taijiquan und Wushu.